Projekt flexQgrid

Das Energiesystem verändert sich

Bereits heute werden die großen Kraftwerke verstärkt durch kleinere dezentrale Anlagen ersetzt, die erneuerbare Energiequellen nutzen. Des Weiteren steigt der Strombedarf auf Grund der Zunahme von Elektrofahrzeugen und strombetriebene Wärmeanlagen. Das Netz der Zukunft wird von den vielen dezentralen Anlagen geprägt sein. Das hat auch Auswirkungen auf die Verteilnetze, in denen diese Anlagen angeschlossen sind.

Denn Verteilnetze, die bisher nur passiv waren und den Strom von den großen Kraftwerken bis in Ihren Haushalt verteilt haben, werden nun aktiv. Es gibt bereits heute Gebiete, in denen zu bestimmten Zeitpunkten mehr Strom erzeugt wird als verbraucht. An sonnigen Tagen kann das Verteilnetz nicht den gesamten erneuerbar produzierten Strom transportieren, sodass man heutzutage großflächig Anlagen abregelt und erneuerbare Energien nicht maximal nutzbar macht. Unser Ziel ist es das zu ändern.

flexQgrid. Das Netz der Zukunft wird real.

Was passiert im Netz? Das ist eine der grundlegenden Fragen in flexQgrid. In welchem Zustand ist das Netz aktuell? Wie werden die Betriebsmittel morgen ausgelastet sein? Das Netz wird transparent und wir können kritische Situationen prognostizieren und durch ein intelligentes Zusammenspiel aller Komponenten Situationen vermeiden, in denen das Netz und seine Betriebsmittel überlastet werden. Dafür entwickeln wir gemeinsam Lösungen, die in den drei Ampelphasen der sogenannten Netzampel agieren. Praktische Erfahrungen sammeln wir in Tests im NETZlabor der Netze BW in Freiamt und in Labortests am Karlsruher Institut für Technologie.

Projektdaten

  • Projektzeitraum: November 2019 – Oktober 2022 (3 Jahre)
  • 9 Partner aus Netzbetrieb, Industrie und Wissenschaft
  • 1 Jahr Feldtest ab Sommer 2021

Unsere Mission

Wir vernetzen real alle energiewirtschaftlichen Akteure und testen unsere Lösung in Zusammenarbeit mit Bürgern im realen Betrieb.
Wir ermöglichen die Energiewende, indem wir erneuerbare Energien maximal nutzbar machen.
Wir integrieren alle dezentralen Anlagen und gewährleisten weiterhin einen sicheren Netzbetrieb.

Freiamt – das Feldtestgebiet in Zahlen

0
kW
Installierte Erneuerbare Erzeugungsleistung
0
Std.
Sonnenstunden im Jahr 2018

Aktuelle Neuigkeiten

Einladung: Webseminar zu unserem NETZlabor Freiamt (flexQgrid) im Rahmen der Energiewendetage BW

Immer mehr Strom kommt heute aus erneuerbaren Energiequellen und wird oft dezentral erzeugt. Doch welche Auswirkungen hat es, wenn große Strommengen in die unteren Spannungsebenen des Verteilnetzes – also in das Netz, das Ihnen den Strom nach Hause bringt – eingespeist werden? Und wie könnte ein Verteilnetz der Zukunft aussehen, wenn die Stromerzeugung vom Wetter abhängt, E­-Autos und andere Verbraucher aber oft gleichzeitig hohe Leistungen benötigen? Das Projekt flexQgrid entwickelt dafür innovative und intelligente Lösungen. Überzeugen Sie sich selbst und nehmen Sie an unserem Webseminar teil!

Wie flexQgrid die Blockchain-Technologie für den quotenbasierten Sekundärmarkt nutzt

In flexQgrid wird zur optimalen Ausnutzung lokaler Flexibilität zwischen Haushalten und kleinen Industrieanlagen ein lokales Marktkonzept entwickelt. BlockInfinity nutzt ein dezentrales, selbstentwickeltes Blockchain-basiertes Protokoll, um zu gewährleisten, dass alle Gebote sicher und unverändert im Markt ankommen und der Markt „fair gematched“ wird.

Projektpartner

Gemeinsam das Netz der Zukunft gestalten. In einem starken Konsortium aus insgesamt neun Partnern arbeiten wir drei Jahre lang an unseren Lösungen, um das Netz der Zukunft real werden zu lassen. Die Partner aus den Bereichen Netzbetrieb, Industrie und Wissenschaft bringen jahrelanges Fachwissen auf ihrem Gebiet in das Projekt ein. Die einzelnen Bausteine – Komponenten und Akteure in der Energiewelt – setzen sich so optimal zu einer gemeinsamen Lösung für das zukünftige Netz zusammen.