Karlsruher Institut für Technologie

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist als Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft aus dem Zusammenschluss des Forschungszentrums Karlsruhe und der Universität Karlsruhe entstanden. Die am Projekt flexQgrid beteiligten Institute können u. a. durch die vom Vorgängerprojekt grid-control durchgeführten Vorarbeiten auf wertvolle Erfahrungen beim Zusammenwirken von Energietechnik (Institut für Elektroenergiesysteme und Hochspannungstechnik (IEH)), Leistungselektronik (Elektrotechnisches Institut (ETI)) und Energiewirtschaft (Institut für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (IIP)) für das zukünftige Energiesystem zurückgreifen.

An die detaillierte, dynamische Modellierung von Verteilnetzen sowie angeschlossenen Betriebsmitteln schließt sich die Betrachtung von technischen Einschränkungen und Regelvorgaben durch bzw. während des Flexibilitätsabrufs an. Wechselwirkungen zwischen Betriebsmitteln sowie harmonische Effekte und Rückwirkungen auf den Netzzustand sollen zunächst simulativ untersucht und im Rahmen des Labortests nachgebildet werden, um die Entwicklung geeigneter Regelungen zu ermöglichen.

Das ETI beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem modularen Aufbau eines netzdienlichen Stromrichters, der verschiedene Speichertechnologien, Energiequellen und Lasten einbindet. Mit Hilfe einer Kommunikationsschnittstelle wird anschließend der Flexibilitätsabruf getestet. Zudem wird das dynamische Verhalten des Stromrichters bei Übergängen der Netzampelphasen, sowie nicht normgerechten Netzparametern untersucht und im Labortest erprobt.

Die Vermeidung von Netzüberlastungen bei einem steigenden Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix und neuen Anwendungen auf der Verbraucherseite (z.B. Elektromobilität) erfordert die Bereitschaft von verschiedenen Akteuren zur flexiblen Nutzung von Energie. Neben regulatorischen und wirtschaftlichen Aspekten der netzdienlichen Flexibilitätsbereitstellung wird mittels qualitativer und quantitativer Befragungen die Bereitschaft von Haushalten, Gewerbe und Industrie zur flexiblen Energienutzung untersucht. Ziel ist es, geeignete Instrumente zur Identifizierung von Anreizstrukturen zu entwickeln und damit quantifizierbare Präferenzen der potenziellen Akteure für die Bereitstellung von Flexibilität abzubilden.

Kontaktdaten:

Prof. Dr.-Ing. Thomas Leibfried

Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe

Telefon: +49 721 608 42520
E-Mail: thomas.leibfried@kit.edu

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