Erste Erhebung zur Akzeptanz des Quotenmodells

Im Rahmen des flexQgrid-Projekts hat das Institut für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (IIP) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine erste große Erhebung zur Akzeptanz des Quotenmodells und Teilnahmebereitschaft für das Quotenmodell durchgeführt. Für die Studie wurden mittels einer repräsentativen Online-Umfrage knapp über 1.000 Personen aus ganz Deutschland zu ihrer Akzeptanz und möglichen Teilnahmebereitschaft am Quotenmodell befragt. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass das vorgestellte Quotenmodell insgesamt auf große Akzeptanz und hohes Interesse unter den Befragten stößt. Die Befragten schätzen sowohl die finanziellen Vorteile einer Teilnahme als auch die positiven Auswirkungen auf Umwelt und Energiewende als hoch ein. Mögliche Risiken einer Teilnahme werden dabei als vergleichsweise gering eingeschätzt. Zudem sehen sich die Befragten grundsätzlich in der Lage, ihren Energieverbrauch zeitweise flexibel an eine Quote anzupassen.

Mittels eines Entscheidungsexperiments wurden in der Studie zudem die Präferenzen der Befragten hinsichtlich verschiedener Ausgestaltungen eines Quotenmodells abgefragt. Die Ergebnisse zeigen, dass neben einer angemessenen monetären Kompensation der Teilnahme vor allem die Tageszeit einer Quote über die Teilnahmebereitschaft entscheidet. Dabei bevorzugen die Befragten eine Einschränkung ihres Verbrauchs am Morgen; Vormittage und Abende liegen im Mittelfeld und Einschränkungen am Nachmittag stoßen auf die geringste Akzeptanz. Die Anzahl der Quoten, die pro Jahr ausgerufen werden können, sowie die maximale Dauer einer Quote spielen dagegen eine vergleichsweise geringe Rolle für die Befragten.

Insgesamt werfen die Ergebnisse ein positives Licht auf das Quotenmodell hinsichtlich der Akzeptanz und Teilnahmebereitschaft in der Bevölkerung. Die wahrgenommenen Vorteile des Modells überwiegen in den Augen der Befragten die Risiken und Kosten einer möglichen Teilnahme. Weiterhin lassen die Ergebnisse darauf schließen, dass gewisse Einschränkungen im Rahmen einer Quote in Kauf genommen werden, solange die finanziellen Anreize eine angemessene Kompensation bieten.

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